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Buchempfehlung "Seelenfraß - Wie Sie den inneren Terror der Angst besiegen"
Angst zu haben ist
keine Schande. Angst macht uns wachsam und schützt uns vor Gefahren. Sie kann ungeheure Energien in uns freisetzen und uns ungeahnte Kreativität geben. Wir müssen nur lernen, diese Energie richtig zu nutzen. Bei Spitzensportler können wir beobachten, wie ihnen das gelingt. Ich erlebe es in meiner Familie, bei meinem Sohn Markus Rogan. Auch Manager haben oft Erfolg, weil sie es schaffen, sich von ihren Ängsten nicht lähmen zu lassen, sondern daraus Reserven zu schöpfen. Ebenso Künstler.
Viele Berühmtheiten sind Menschen, die ständig mit ihren Ängsten kämpfen. Beispiele aus Geschichte und Gegenwart: Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie, der Komponist Antonio Vivaldi, die Dichter Brecht, Beckett, Goethe, Jelinek, Kafka, die Schauspieler Laurence Olivier, Barbra Streisand, Donald Sutherland, der Regisseur Howard Hughes, der Maler Edvard Munch, der Opernstar Neil Shicoff. Noch ein Sportler? - Lance Armstrong.
Wir sollten nicht versuchen, Angst abzuschaffen. Es würde uns auch nie gelingen. Angst freilich kann auch zum inneren Terror werden, der Menschen fertig macht. Mit Panikattacken. Oder schleichend als generelle Überängstlichkeit. Ständige Sorge, dem Leben nicht gewachsen zu sein, erscheint dabei vielen als normal - weil das Leben eben oft nicht einfach ist. Oder Angst verschanzt sich hinter körperlichen Symptomen: Herz-Kreislauf-Beschwerden, Rückenoder Kopfschmerzen, Menstruationsstörungen, Verdauungsproblemen. Viele Menschen schlafen schlecht, weil die Sorgen des Alltags ihnen den Schlaf rauben.
Etwa jeder vierte Mensch hat im Laufe seines Lebens mit einer gröberen Angststörung zu tun. Viele leiden jahrelang. Weil sie sich nicht eingestehen können, was sie plagt. Weil auch Ärzte oft zu wenig darauf achten. Nur jeder zehnte Angstgeplagte trifft auf jemanden, der die wahre Ursache seiner Leiden erkennt. Nur vier von hundert Bedürftigen bekommen ein geeignetes Medikament. Wer versucht, sich selbst zu therapieren - etwa mit Alkohol oder mit Beruhigungsmitteln -, ist oft noch schlechter dran. Angst wird dadurch nämlich nicht bewältigt. Sie sitzt noch immer im Nacken. Sie treibt in Stress, der auspowert und das Immunsystem schwächt. Das macht erst recht krank. Angst, die wir nicht wahrhaben wollen, schwächt uns. Sie nimmt uns Lebensfreude. Sie frisst unsere Seele.
Der gesunde Umgang mit Angst beginnt damit, Angst wahrzunehmen, zu verstehen, was Angst mit uns anstellt. Es gibt ein Angst-Hirn und ein Denk-Hirn. Angst können wir "behimen". Sonst macht Angst uns blöd. Und sie steckt an!
Viele schämen sich, Angst zuzugeben. Damit rauben sie sich die Chance, Angst zu bewältigen und daraus neue Energie zu schöpfen. Wer Angst immer nur kaschiert, vor anderen und vor sich selbst, leidet unnötig. Angst zu managen, produktiv damit umzugehen,
kann man lernen! Angst-Coaching hilft dabei. Ein guter Psychologe, Psychotherapeut, ein Psychiater oder eine Psychiaterin. Wer Hilfe braucht, kann sie finden.
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